Kunstpreis der heijo + gisela hangen-stiftung 2018

 

Der Kasseler Stahlbildhauer Eberhard Fiebig erhielt Ende April den Kunstpreis der in Koblenz ansässigen heijo + gisela hangen-stiftung für sein Lebenswerk. Der mit 10.000Euro dotierte Preis wird zum zweiten Mal vergeben. 2016 wurde der Preis erstmals verliehen an die Tänzerin und Choreographin Susanne Linke.

 

Eberhard Fiebig ist 1930 geboren und war von 1974 bis 1995 Professor für Stahlbildhauerei an der Kunsthochschule in Kassel. Mit seinen gefalteten Stahlskulpturen hatte Fiebig 1964 seinen internationalen Durchbruch. Großplastiken von ihm stehen in verschiedenen deutschen Städten, u,a, in Frankfurt und Kassel. Seit den siebziger Jahren arbeitet Fiebig mit Konzernen der IT-Branche, unter anderem Siemens, zusammen, und entwickelt komplexe Konstruktionssysteme. 2018 entstand so die erste Skulptur aus dem 3-D Drucker mit dem Namen „doppelter Rotulus“, die von der Sammlung für konkrete Kunst Peter C. Ruppert in Würzburg angekauft wurde.

 

Fiebig hat sich auch einen Namen als Fotograf gemacht und in zahlreichen Artikeln zur zeitgenössischen Kunst und dem Kunstmarkt Stellung bezogen. Seinen Vorlass hat der Bildhauer dem Nationalmuseum in Nürnberg übergeben. Sein Atelier in Kassel betreibt Fiebig unter dem Namen „art engineering“. Ein Titel, mit dem ausgedrückt werden soll, dass die von Fiebig präferierte Kunst auf einsehbaren wissenschaftlichen Methoden beruht.

 


aktuelle ausstellung im Mittelrhein-Museum Koblenz

 

heijo hangen wege - dokument - zeichnung

 

anläßlich seines 90. Geburtstages

vom 04.03. - 21.05.2017

 

 



Link zum Interview (Ausschnitt aus SWR-Mediathek) aus der Sendung SWR Aktuell Rheinland-Pfalz vom
04.03.2017 anlässlich der Ausstellungseröffnung im Mittelrhein-Museum Koblenz:http://swrmediathek.de/player.htm?show=35e19de0-011c-11e7-9102-005056a12b4c

Impressionen von der Preisverleihung der heijo + gisela hangen-stiftung
am 2. Juni 2016 im Foyer des Forum Confluentes in Koblenz

Die erste Preisverleihung der heijo + gisela hangen-stiftung erfolgte am Abend des 2. Juni 2016, im wunderschönen Ambiente des Forum Confluentes in Koblenz, in dem u.a. auch das Mittelrhein-Museum untergebracht ist.

 

Mit etwa 120 geladenen Gästen wurde die Choreographin und Tänzerin Susanne Linke für ihr Lebenswerk geehrt.  Es war eine emotionale Preisverleihung mit einer sehr gut gelaunten Preisträgerin, die sich sichtlich über den Preis und den Stiftungsring freute.


Zu den Gästen zählte u.a. die komplette Company Susanne Linke mit zehn internationalen Tänzerinnen und Tänzern, Kollegen des Theater Trier und auch die Dramaturgin Waltraut Körver, mit der Susanne Linke seit vielen Jahren zusammen arbeitet. Grußworte der Stadt Koblenz überbrachte der Oberbürgermeister Prof. Dr. Hofmann-Göttig und die Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz; als Vorstandsmitglied der heijo + gisela hangen-stiftung begrüßte Hans-Peter Riese, ehemaliger ARD-Korrespondent und langjähriger Freund des Stifters die Preisträgerin und Gäste.  Die Laudatio, von Norbert Servos in Berlin für Frau Linke geschrieben,  wurden vom Intendanten des Theater Trier, Dr. Karl W. Siblius vorgetragen. Tobias Scharfenberger war leider krankheitsbedingt verhindert.

Die Ehrung und Ringübergabe erfolgte durch den Stifter, den 89jährigen Maler und Plastiker heijo hangen.
Mittlerweile stark gebehindert, benötigte er die Hilfe seiner Nichten Simone Hangen und Claudia Blum-Frerichs, die den Stiftunggremien angehören.

Wir danken allen Gästen, Rednern und vor allem danken wir auch der "Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung" aus Kirn, die bereits eine kleine Zustiftung zur Verbrauchsstiftung der heijo + gisela hangen-stiftung in Höhe von 2.500Euro angekündigt hat!


Weitere Fotos finden Sie unter Preisverleihung 2016

Der Preisträgerring 2016 - angefertigt für Susanne Linke  (Copyright und Design: heijo hangen, 1968)
Der Preisträgerring 2016 - angefertigt für Susanne Linke (Copyright und Design: heijo hangen, 1968)

Susanne Linke Preisträgerin 2016 der heijo + gisela hangen-stiftung im forum confluentes koblenz
Rhein-Zeitung Koblenz vom 4. Juni 2016

Choreographin Susanne Linke erhält Kunstpreis der heijo + gisela hangen-stiftung

(Koblenz,25.04.2016)

 

 

Die Solotänzerin und Choreographin Susanne Linke erhält in diesem Jahr den mit 10.000 Euro dotierten Kunstpreis der heijo + gisela hangen-stiftung in Koblenz.

 

Die heijo + gisela hangen-stiftung wurde  2015 von dem 1927 in Bad Kreuznach geborenen und seit 1950 in Koblenz lebenden Konstruktiven Maler und Plastiker, heijo hangen, gegründet. Die feierliche Preisverleihung wird am 2. Juni 2016 in Koblenz, im Foyer des Forum Confluentes (Mittelrhein Museum) stattfinden. 

 

Die Treuhandstiftung ehrt mit ihrem Kunstpreis, der voraussichtlich im zweijährigen Rhythmus vergeben wird, Künstler im Bereich der Bildenden und Darstellenden Kunst für ihr Lebenswerk. Neben dem Preisgeld erhält der Preisträger einen von heijo hangen 1968 entworfenen Ring, mit der für hangen typischen Modulform.

 

Susanne Linke begann erst als 20Jährige, als eine der letzten Schülerinnen von Mary Wigmann, 1964 ihre Tanzausbildung in Berlin. Bereits drei Jahre später zog es sie zur Folkwang-Hochschule nach Essen, um ihre Technik im Rahmen ihrer Studien auszubauen. Nach ihrem Examen, von Pina Bausch ermuntert, wechselte sie 1970 in das Folkwang-Tanzstudio. Linke begann gleichzeitig zu choreographieren. Bereits Ihre ersten Stücke Puppe und Trop Tad wurden ausgezeichnet.Von 1975 bis 1985 übernahm sie für fast ein Jahrzehnt die künstlerische Leitung des Folkwang-Tanzstudios, zeitweise gemeinsam mit Reinhild Hoffmann. Ab 1977 choreographierte Susanne Linke ihre ersten Solos: Ach Unsinn, Im Bade Wannen und 1985 Schritte verfolgen.  Seit den 80er Jahren war Linke auf allen großen internationalen Festivals und tanzte ihre eigenen Solos, was zu weltweiter Bekanntheit führte. Als freie Choreographin arbeitete Susanne Linke u.a. für die Pariser Oper, das Nederlands Dans Theate und die José Limón Company.Anfang der 90er Jahre gründete sie die „Company Susanne Linke“ am Hebbel-Theater Berlin, 1994 eine neue Kompanie am Bremer Theater,gemeinsam mit Urs Dietrich. 2001 wurde sie Mitgründerin und künstlerische Leiterin des Choreographischen Zentrums Essen.

 

Seit der Saison 2015 leitet die 1944 geborene Choreographin am Theater Trier die Sparte Tanz. Mit ihrem internationalen Ensemble wurde ihr aktuelles Stück NEMMOKNA – Ankommen - Ende Januar 2016 in Trier uraufgeführt.
 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Stiftung über das Kontaktformular

 

 



Rhein-Zeitung Koblenz Kultur vom 14. Mai 2016
Rhein-Zeitung Koblenz Kultur vom 14. Mai 2016